Kurzbeschreibung von Gesundheits-/Qualitätszirkeln

Leitidee der Gesundheits-/Qualitätszirkel ist die aktive Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Planung und Umsetzung des Gesundheitsmanagements im Unternehmen. Als Expertinnen und Experten ihrer Arbeitssituation tragen sie entscheidend zum Erfolg des betrieblichen Gesundheitsmanagements bei.

 

Gesundheits-/Qualitätszirkel sind Beteiligungsmechanismen, mit denen innerbetriebliches Expertenwissen genutzt wird, um ziel- und lösungsorientiert Veränderungen zu relevanten Problemstellungen einzuleiten. Im Vordergrund hierbei steht das alltägliche Erfahrungswissen derjenigen, die direkt von den Problemstellungen betroffen sind.

 

Die Teilnehmerzahl bei Gesundheitszirkeln sollte auf zehn begrenzt sein. Die Mitarbeiter-innen und Mitarbeiter einigen sich auf ihre zu entsendenden Vertreter im Gesundheitszirkel. Ihre Mitarbeit erfolgt auf freiwilliger Basis. Gesundheitszirkel können je nach Situation und Aufgabenstellung hierarchieübergreifend, abteilungsübergreifend oder als homogene Gruppen (z.B. Mitarbeiter-Zirkel, Vorgesetzten-Zirkel) gebildet werden.

 

Durch verschiedene Institutionen im Gesundheitsmanagement wurde in der Vergangenheit ein „gemischtes Gesundheitszirkel-Modell“ praktiziert. Dieses Modell sah vor, dass neben fünf bis sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch der unmittelbare Vorgesetzte (Führungskraft), der Betriebs-/Personalrat, die Schwerbehindertenvertretung und die Frauenvertretung an den Sitzungen teilnahmen. Der Auftraggeber wurde häufig nur zu Beginn und zum Abschluss der Gesundheitszirkelsitzungen eingeladen.

 

Institut Ökonomie & Prävention
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